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Stellungnahme zu angekündigten Änderungen im Pokalmodus und der Anhebung der Mindestetats für Bundesligisten

Der Pokal der Basketball Bundesliga wird ab der kommenden Saison in einem neuen Format ausgetragen. Der jahrelange Protest gegen den bestehenden Modus scheint endlich Früchte zu tragen, was die Ergebnisse der gestrigen Klub-Tagung der BBL zeigen. Der alte Modus wurde über die Jahre von zahlreichen Fanszenen kritisiert sowie boykottiert. Wesentliche Kritikpunkte waren dabei, dass sich lediglich sechs Teams zum Pokal qualifizierten sowie ein Verein, der das Top Four austrug. Dadurch wurden 11 Bundesligisten sowie alle weiteren Ligen pauschal ausgeschlossen, was insbesondere den „kleineren Vereinen“ dauerhaft eine Pokalteilnahme verwehrte. Darüber hinaus war die Ausrichtung des Top Fours und die damit einhergehende automatische Qualifikation für das Halbfinale bei der Liga käuflich zu erwerben. Damit wurde der sportliche Wettbewerb nicht nur verzerrt, es trug ebenfalls wesentlich dazu bei, bestimmte Klubs strukturell auszuschließen. (mehr …)

Stellungnahme Jena auswärts 4. März 2018

In den letzten Monaten ergab sich rund um die Spiele von Science City Jena eine für die Basketball Bundesliga neue Brisanz. Der Jenaer Verein formuliert in seiner Hausordnung ein Verbot jeglicher politischer Aussagen im Rahmen ihrer Heimspiele und versucht eben dies nach eigener Auslegung auch durchzusetzen. Wir sehen diese Formulierung sowie die damit einhergehende willkürliche Anwendung aus verschiedenen Gründen als äußert problematisch und fragwürdig, weshalb wir dies nicht unkommentiert lassen wollen.

Basketballspiele als unpolitischer Raum
Science City Jena
versucht mit dem Verbot jeglicher politischer Aussagen während ihrer Heimspiele, diese zu einem unpolitischen Raum zu erklären, was von wenig Verständnis gesellschaftspolitischer Prozesse zeugt. Wo Menschen zusammenkommen, ihre Meinungen verhandeln oder ihren Verein unterstützen, da findet Politik statt. Ob beabsichtigt, oder nicht. Ein kurzer Blick in ein beliebiges Politiklexikon, bestätigt diese These. Noch viel plakativer macht es der Verein selbst vor, wenn in der Halbzeitpause über den Videowürfel Werbung für die Bundeswehr gemacht wird. Das Werben der Bundeswehr, aber auch die Bundeswehr an sich ist ein immer wieder auf nationaler Ebene diskutiertes Politikum, welches hier seitens Science City Jena offenbar vollkommen ignoriert wird. Einen offensichtlicheren Widerspruch konnte Jena kaum liefern. Basketballspiele als unpolitische Veranstaltungen zu deklarieren, geht also schon auf den ersten Blick an der Realität vorbei. (mehr …)

Stellungnahme Pokalmodus 2016

An diesem Wochenende findet das „Viertelfinalspiel“ unserer Baskets bei den Skyliners aus Frankfurt statt. Für uns wäre ein Auswärtsspiel am Sonntagnachmittag in Frankfurt unter normalen Umständen eine Pflichtveranstaltung. Aber von normalen Umständen kann bei dem bestehenden Pokalmodus der Basketball Bundesliga leider nicht die Rede sein. Bereits in den vergangenen Saisons äußerten wir stets unsere Kritik am bestehenden System und machten in Zusammenarbeit mit anderen Fanszenen unmissverständlich deutlich, wie diese konkret aussieht. Der bis heute viel zitierte Pokalsieg der Baskets in eigener Halle bestätigt nur den traurigen Umstand, dass der Titel keinen sportlichen Wert hat. So haben wir es in der Vereinshistorie erst einmal (2003 – damals noch alter, klassischer Pokalmodus) geschafft, uns für das Halbfinale des Pokals zu qualifizieren, bis wir uns im letzten Jahr einkauften.
Zugegeben: Die beiden Pokalspiele, die zum Titel geführt haben, waren ansprechend und hart umkämpft. Allerdings würden sie mangels attraktiver Qualifikation eher einem Saison-Vorbereitungsturnier ähneln, als einem Pokalfinale, würde die BBL als Veranstalter nicht krampfhaft versuchen, die Stimmung künstlich hochzuhalten und an dem Wochenende einen schlechten Versuch durchzuführen, Profisport „perfekt zu eventisieren“. (mehr …)

Erstes Heimspiel ohne indefessi

Die Sommerpause geht dem Ende entgegen, die Saison rückt näher. Die Motivation steigt und der Heißhunger auf Basketball, die neue Mannschaft und endlich wieder mit Freund*innen im Block zu stehen und sich 40 Spielminuten lang zu verausgaben, steigt ins Unermessliche. So ist es in jedem Jahr aufs Neue. Nur in diesem nicht.

In der vergangenen Spielzeit haben sich immer mehr Faktoren zusammengefügt, die uns den Support bei Heimspielen sowohl akustisch als auch infrastrukturell erheblich erschwerten. Dies führte nach und nach dazu, dass der Spaß am Support auf ein Minimum schrumpfte und es sich zuletzt schon fast nach Pflichtveranstaltung anfühlte im Block zu stehen. In der Sommerpause haben wir viel über eben diese Faktoren gesprochen und die für uns wichtigsten Themen zusammengetragen. (mehr …)